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Make Europe Great Again Tour
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Make Europe Great Again Tour


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Am Freitag dem 03.06.2016 luden Rabia Sorda, Lord of the Lost, Filter und Combichrist zum Tourauftakt der „Make Europe Great Again“-Tour in die Grosse Freiheit 36 auf der Hamburger Reeperbahn.

Bereits um 15:00 Uhr waren wartende Fans vor der Location anzutreffen. Auf die Frage, für wen man die lange Wartezeit in Kauf nähme gab es als Antwort ganz klar nur eine: „LotL“ (Lord of the Lost). Die zwei Stunden bis Einlass konnte man wunderbar aushalten, war es doch ein angenehmes und trockenes Wetter.

Um 17:00 Uhr öffnete die Freiheit endlich für die Wartenden ihre Pforten und lies nach und nach gut 700 Besucher in den Konzertsaal, der bei voller Auslastung 1.600 Leute fasst.
Demnach bot die Location reichlich Platz für die Anwesenden, was während der Konzerte zum Tanzen genutzt wurde.
An den drei geöffneten Bars konnte man, ohne etwas zu verpassen, Erfrischungen zu sich nehmen.
Diese wurden von den Gästen nicht unbedingt als günstig eingestuft (3,00 €/Wasser 0,33 l) aber die sympathischen Tresenkräfte machten das wieder wett.

Um 17:30 Uhr betraten Rabia Sorda als Opener die Stage - diesmal mal nicht als Duo, denn sie hatten einen Drummer dabei.
Wie immer konnten RS die anwesenden Fans begeistern. Sänger Erk sprang wie gewohnt hin und her, still stehen ist für ihn bekanntlich ein Fremdwort.
Marc begeisterte durch sein können an der Gitarre und Schlagzeuger Maxx lieferte auch eine gute Show.
Songs wie „Out of Control“ kamen gut an und heizten den Anwesenden mächtig ein.

Wer auf den oberen Rang schaute, konnte während des Rabia Sorda Gigs Chris Harms (LotL) mit seinem Nachwuchs erblicken.
Wie es sich gehört wurde Junior Harms mit Ohrenschützern versehen - sehr vorbildlich Chris.

Leider war nach etwas über 30 Minuten die Zeit für Rabia Sorda gekommen, die Bühne zu räumen.

Als zweite Band des Abends durften Lord of the Lost die Anwesenden bespaßen. Natürlich waren die Fans mit Inbrunst dabei und schmetterten jeden Song aus vollem Hals mit.
Neben den üblichen Verdächtigen „Black Lolita“, „We‘re All Created Evil“, „Dry the Rain“ und „Blood For Blood“ wurden auch Tracks wie „Sex on Legs“ und „Fist Up In The Air” perform, die das Publikum dazu anregten, kräftig mitzumachen.
Chris Harms löste Gruppengesänge im Publikum aus und so kam es, dass bei „Sex on Legs“ nicht im Chor nach Sex sondern nach Liebe gerufen wurde – frei nach dem Motto „Es sind doch Kinder anwesend!“.

Die Band bot eine gute Show und eine bunte Mischung aus alten und neuen Werken.
Natürlich durften die Härteren Tracks wie „Full Metal Whore“ oder das neuste Werk „The Love Of God“ nicht fehlen.
An diesem Abend gab es reichlich Strobofeuer, leuchtende Gitarren, glitzernde Lord of the Lost Jungs und fette Riffs. Zur Überraschung einiger Anwesender gab es als Highlight der Show ein Cover von "Backstreet‘s Back (Backstreetboys) auf die Ohren. Sehr gelungen performt lud es nochmal richtig zum Mitmachen und –Singen ein.
Was wäre aber ein LotL-Konzert ohne „La Bomba“? Ganz einfach nicht zu Ende!
Natürlich ließen die Hamburger Jungs die Fans nicht im Regen stehen und hauten den untypischsten Dark-Rock Track aller Zeiten als würdigen Abschluss Ihrer Show raus.

Co-Headliner Filter enterte die Bühne und wurde enttäuschender Weise vom eigenen Soundmann schlecht abgemischt. Hier waren sich Fans und andere Besucher einig. Ansonsten stach einem die Bassistin Ashley Dzerigian mit ihren neongrünen Haaren ins Auge. Ashley war nicht nur nett anzuschauen, nein sie beherrschte auch noch Ihr Instrument ziemlich gut.

Leider half das alleine aber nicht, die Zuschauer zu begeistern.
Der schlechte Sound machte die Texte fast unverständlich.
Zu einem eher negativen Liveerlebnis hat auch nicht unerheblich die Laune von Fronter Richard Patrick beigetragen. Sein patziges verhalten dem Publikum gegenüber kam nicht wirklich gut an.

Einige Filter Fans verließen enttäuscht den Saal, teilweise mit der Begründung man könne sich die Show so nicht antun.

Auch ein no-go: Wenn eine Größe wie Filter vor einem steht, erwartet man, dass der Frontmann seine Texte beherrscht und nicht vom Monitor ablesen muss.
Oumi Kapila (Gitarre), Bobby Miller (Gitarre, Keybord) und Chris Reeve (Drums) trugen wenig dazu bei, davon abzulenken und die Stimmung im Raum aufzubessern.
So ist es nicht verwunderlich, dass das Highlight des Filter-Gigs war, als dem Sänger während des Auftritts die Hose riss und er die Show wie ein Profi durchzog.

Sehr schade, man darf gespannt sein, ob die kommenden Auftritte von Filter im Rahmen dieser Tour Besserung geloben.

Der Headliner dieses Abends waren Combichrist und das verdientermaßen.
Gewohnt mit vollem Einsatz zeigte sich die Band bei „We Are The Plague“, „Scullcrusher“ und „Exit Eternity“

Die Combo um Andy LaPlegua machte richtig Stimmung und der Saal kochte.
Egal ob bei „Throat Full Of Glass“, „Get Your Body Beat“ oder „Fuck That Shit“ – die Menge war am toben und nur wenige konnten still halten.

„No Redemption“ und „Zombie Fistfight“ wurden zum Besten gegeben und mit zwei Drummern on Stage ging richtig was.
Joe Letz und Nick Rossi prügelten die Drums und Rossi kletterte auf selbigen wie ein Äffchen rum.
„Blut Royale“ krachte anschließend aus den Boxen und glücklicherweise waren Combichrist gut abgemischt - so machte es den Zuschauern auch Spaß der Band zu lauschen.
Leider gab es ein extrem abgehacktes Ende und so verließen Combichrist nach „My Life My Rules“ ohne Outro die Stage.

Fazit: Nicht jeder war an diesem Abend über die gekauften Konzertkarten nach diesem Event glücklich.
Viele der Filter Fans waren sehr enttäuscht über den Auftritt und das Verhalten des Sängers. So macht man sich auf jeden Fall keine neuen Freunde in Deutschland.
Eingefleischte Filter-Fans werden diesen Fauxpas hoffentlich verzeihen.

Unter uns, vielleicht war aber auch die Zusammenstellung der Bands hier nicht gerade das Gelbe vom Ei, wo Rabia Sorda, LotL und Combichrist doch eher Power-Bands mit reichlich Show und noch mehr Bühnenpräsenz sind, und Filter eben sehr ruhige Gesellen geworden zu sein scheinen.

Der Restliche Abend war wesentlich besser und so konnten die drei anderen Bands ihre Zuhörerschaft voll zufrieden stimmen.

Ein wenig unglücklich war leider das Timing der Location, da bereits um 22:00 Uhr der Saal geräumt werden musste, um für diesen für die nachfolgende „Große Schwarze Nacht“; eine monatlich stattfindende Gothicparty in der Grossen Freiheit 36, vorbereiten zu können.

Anwesende Konzertbesucher hatten aber die Gelegenheit, die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung des Saals um 23:00 Uhr im angeschlossenen Kaiserkeller bei feinstem Metalcore, Nu-Metal und Heavy Rock zu verbringen.

Alles in allem war der „Make Europe Great Again“ Tourauftakt ein vielversprechender Start für eine spannende Tour.

Weitere Dates:

16.06.2016 Turku (SF), Gong 1
17.06.2016 Tampere (SF), Yo-Talo
18.06.2016 Helsinki (SF), Circus
19.06.2016 Tallinn (EST), Rock Café
20.06.2016 Liepaja (LV), Fontaine Palace
23.06.2016 Gdansk (PL), B90
24.06.2016 Dresden (GER), Strasse E (plus special guests: RABIA SORDA)

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Ein Bericht von Michaela Maurer

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